Samstag, 5. Dezember 2015

Leitfaden fürs Leben

Ich habe sie schon öfter in diesem Blog erwähnt. Man braucht diese Todo-Liste einfach. Und ich merke immer wieder, ohne sie geht es irgendwann nicht mehr.
Wenn man jung ist, braucht man sie sicher nicht. Aber woran liegt es? Kann man alles behalten? Ich denke eher, man hat einfach nicht so viel zu tun, dass sich solch eine Liste lohnen würde. Wenn man älter wird, hat man auch so viele Dinge im Kopf und man merkt es nicht mal. Also man merkt nicht, das der Kopf im Grunde voll ist.



So merkt man auch nicht, dass man gewisse Dinge einfach vernachlässigt. Sicher merkt man irgendwann, das manche Dinge nicht getan wurden. Aber dann kann es evtl. schon zu spät sein.

Zudem spielt auch die Reizüberflutung eine wichtige Rolle. Von überall her kommen Informationen. War es früher mal nur das Radio, so ist es heute zusätzlich der Fernseher und das Internet. Auch Telefon und Handy bieten viele Informationen, wenn man angerufen wird. Dass man mit manchem Handy auch ins Internet kann, will ich jetzt gar nicht erst erwähnen.

Wenn man im Internet ist, hat man den Fernseher laufen. Gleichzeitig plärrt im Hintergrund irgendwo ein Kind oder der Partner. Dazu der Lärm von draußen, von der Straße.
Wie soll man sich da auf seine Dinge konzentrieren? Das geht nicht. Irgendwann ist es einfach zu viel.

Wenn man dann eine Liste neben sich liegen hat, die einem "vorschreibt", was man zu tun hat, schweift man nicht so leicht mit den Gedanken ab. Und man vergisst auch nichts. Solch eine Liste muss auch nicht schön sein. Sie wird ja sowieso weggeworfen, wenn sie abgearbeitet ist.

Dafür braucht man natürlich auch einen Platz, um die Liste hinzulegen. Auf dem Tisch, an dem man sich am meisten aufhält, da gehört sie hin. Sie muss gut erreichbar sein. Also nicht unter einem Papierhaufen oder anderen Gegenständen "verstecken". Hier muss man immer sehen, was man zu tun hat. Wenn etwas erledigt ist, muss man es immer streichen können. Zum einen für die Übersicht. Zum anderen um sich auch selber zu motivieren. Weil es etwas Gutes ist, wenn man etwas erledigt hat.

Ich empfehle hier eine Liste aus Papier. Ich schreibe zwar gerne am PC. Aber wenn man es dann weglöscht, sieht man den "Erfolg" nicht so gut, dass es erledigt ist. Die Liste wird zwar kleiner. Aber wenn man etwas durchstreicht, ist dies ein psychologischer Vorteil.