Freitag, 28. Oktober 2016

Der Weg ist das Ziel? Oder andersrum?

Wir kennen den Spruch. Der Weg ist das Ziel. Aber stimmt das? Wir brauchen alle ein Ziel. Nicht nur, damit wir einen Weg finden zum Leben. Wie soll ein Navi im Auto uns den Weg weisen, wenn wir nicht wissen wo es hingehen soll?

Mit einem Navi können wir uns vergleichen. Das ist zwar nicht der Sinn eines Navis. Aber es ähnelt uns doch sehr. In ein Navi geben wir das Ziel ein und es zeigt uns, wie wir fahren müssen. Geben wir kein Ziel ein, fahren wir nur sinnlos durch die Gegend. Dann brauchen wir auch kein Navi.


So brauchen auch wir Menschen ein Ziel für unser Leben. Wo wollen wir hin? Was wollen wir erreichen? Aus diesen Zielen ergibt sich dann der Weg. Man überlegt sich, wie man zu dem Ziel kommt. Und entsprechend legt man den Weg fest, um dieses Ziel zu erreichen.

Es bringt also gar nichts, etwas zu machen, damit man etwas macht. Damit man nicht nur rumsitzt. Das ist genauso "sinnvoll" wie wenn man den gazen Tag im Sessel sitzt und darauf wartet, wieder ins Bett zu gehen.

Man muss wissen, was man erreichen will. Was man möchte. Wie das eigene leben später aussehen soll. Ob es gut ist oder nicht, sei erst mal dahin gestellt. Hauptsache man hat erst mal ein Ziel. Dann überlegt man sich, wie komme ich zu diesem Ziel?

Um mal ein simples Beispiel zu nennen: Das Ziel soll sein, eine aufgeräumte Wohnung zu haben. Wie kommt man zu diesem Ziel? Man räumt die Wohnung auf. So einfach ist das. Also ist das Aufräumen der Wohnung der Weg. Wie geht man diesen Weg? Nicht hier und mal da etwas machen. Man sollte sich einen konkreten Weg zurecht legen. In diesem Fall also einen Plan, was man in welcher Reihenfolge aufräumt. Hier wäre also zuerst mal der Fußboden, damit man "treten" kann. Ohne über Dinge zu stolpern. Dann die offensichtlichen Dinge, die jeder sieht, wie offener Schrank, Tisch, und was auch immer. Man selber sieht dann auch schon den Vorteil des Aufräumens. Dies motiviert auch weiter. Hat man alles geschafft, nimmt man sich Schubladen vor und die Stellen hinter den Schranktüren.



DIES ist dann der Weg. Das Ziel ist die aufgeräumte Wohnung. Der Spruch, "Der Weg ist das Ziel", findet also hier keinen Sinn.

Wenn man also etwas erreichen will, muss man sich erst mal konkret überlegen, WAS man erreichen will. Da will man hin. Also dies ist das Ziel. Wie erreicht man dieses Ziel? Dies ist dann der Weg.

Beides kann sich mit der Zeit ändern. Vielleicht wenn man merkt, der Weg ist nicht so optimal. Dann ändert man den Weg eben. Ist das Ziel zu hoch gegriffen? Dann ändert man das Ziel eben weil es unerreichbar ist. Jedoch muss man sagen, wenn man anständig plant, und den Weg konsequent verfolgt, kann man auch quasi jedes Ziel erreichen. Man darf nur nicht nach "einigen Metern" denken, "Das schaffe ich sowieso nicht!". Leider denken viele so. Und sie werden dann auch immer an dem Punkt bleiben, wo sie sind.

Und nochwas ist dabei wichtig. Beides, WEG und ZIEL sollte man sich notieren. Nicht, weil man es vergessen könnte, sondern damit man es sich immer wieder bewusst macht, wenn man drauf sieht. Sicher kann man auch mit der Zeit nicht mehr daran denken. Und dann ist man wieder da, wo man mal war. Man ist wie ein führerloses Schiff, welches auf dem Meer treibt. Also muss man sich immer wieder bewusst machen, wo man hin will.


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