Freitag, 23. Juni 2017

Nach Trennung leben mit Kindern

Wenn man eine Beziehung hat, kann diese auch irgendwann in die Brüche gehen. Das ist normal. Aber wenn dann Kinder damit zu tun haben, ist dies doppelt schlimm.

Es kann ja sein, dass die Kinder sich sehr gut mit dem Partner verstanden haben, der vielleicht sogar Vater oder Mutter war.


Nun ist dieser Mensch aber nicht mehr da. Man hat sich getrennt, weil man sich vielleicht nicht mehr verstanden hat oder weil es aus sonstigen Gründen nicht mehr klappte.




Dies ist nicht nur eine Veränderung für einen selber. Auch für die Kinder ist dies eine Veränderung. Vielleicht sogar eine gravierende Veränderung.

Daher sollte man mit den Kindern über diese Veränderung sprechen. Der tägliche Ablauf ändert sich vielleicht. Oder es geht einem nicht wirklich gut dabei. Man muss vielleicht sogar Medikamente nehmen, um die Trennung zu verkraften.

Auch im normalen Tagesablauf fehlt nun eine Person. Dies kann darauf bezogen sein, dass man eine Person weniger hat die einem hilft bei den täglichen Dingen, oder eine Person weniger um die man sich kümmern muss.

Wie auch immer. Es ist eine Veränderung. Man selber kommt vielleicht schon schwer damit zurecht. Wie ist das dann erst für die Kinder?

Wichtig ist dabei, dass man den Kindern zeigt, das Leben geht trotzdem weiter. Und es gibt andere Dinge, die vielleicht wichtiger sind. Egal ob es nun ihr eigenes Leben betrifft oder das von anderen.

Das Leben muss vermutlich dann neu organisiert werden. Neu geregelt. Ein neuer Ablauf muss erstellt werden.

Wichtig ist dabei, die Kinder auf jeden Fall mit einzubeziehen. Sei es bei der Planung oder auch beim Ablauf ansich.

Wer kann was erledigen? Als simples Beispiel: Der Partner hat sonst immer den Müll raus gebracht. Da er nun nicht mehr da ist, macht dies jetzt eines der Kinder. Entweder regelmäßig oder bei Bedarf. Hierfür wäre es dann auch sinnvoll, wenn das Kind weiß, wann die Müllabfuhr kommt. So dass es auch selber auf solche Dinge achten kann.

Es ist sicher nicht schwer. Aber gerade für Kinder ist dies wichtig, damit sie merken, das Leben geht weiter. Auch wenn jetzt eine Person fehlt.

Haben die Kinder Sportvereine? Auch diese sollten natürlich weiter genutzt werden. Es ist für sie vielleicht ungewohnt, dass der ehemalige Partner nun nicht mehr dabei ist. Aber durch das Gespräch wissen sie, warum dies nun alles anders ist.

Wichtig ist dabei aber, man sollte den Kindern nicht verbieten, den ehemaligen Partner zu treffen. Es ist die Entscheidung der Kinder, ob sie dies wollen oder nicht.

Hat der Partner etwas angestellt oder sich blöd verhalten, bezogen auf die Partnerschaft, ist dies eine Sache zwischen den Partnern. Das heißt aber nicht, dass er sich auch schlecht den Kindern gegenüber verhalten muss.

Wie sagt man so schön? „Das Leben geht weiter!“ Und dies müssen auch die Kinder merken. Das Leben geht weiter, auch ohne die Person, die gegangen ist. Es muss nur entsprechend neu organisiert und ein neuer Ablauf festgelegt werden.

Und dafür ist es wichtig, dass man den Kindern gegenüber offen und ehrlich ist. Dass man ihnen sagt, was sie wissen müssen.

Denn sonst kann es sein, dass sie Abläufe stören oder gar blockieren, weil sie denken der Fehler lag nur an dem zurück bleibenden Elternteil.

Kinder merken mehr als man denkt. Nur sagen sie nicht alles. Aber darum sollte man offen mit ihnen reden, damit der eigene Tagesablauf nicht gestört wird.


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