Donnerstag, 6. August 2015

Unordentliche Wohnung aufräumen

Es gibt immer mal Lebensphasen, die bewirken, dass man vieles schleifen lässt. Das kann eine unaufgeräumte Wohnung sein, ein Keller der mal wieder ausgemisstet werden müsste, oder eine Garage, wo nur noch das Auto gerade so rein passt.

Ich will niemanden verurteilen, wenn es mal soweit kommt. Aber manchmal läuft das Leben nicht so wie man es gerne hätte. Und dann wird man nachlässig in vielen Dingen. Hier bleibt was liegen. Da legt man was hin. Damit es aus dem Weg ist wird es auf Seite geräumt, aber nicht dahin wo es eigentlich gehört. Entweder in einen Schrank oder in den Müll.



Irgendwann kommt der Zeitpunkt, da wird einem klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Man muss was ändern. Denn man will wieder Leute in die Wohnung lassen, ohne das es einem peinlich ist. Man will nicht mehr einen geistigen Anfall kriegen, wenn es mal klingelt.

Aber wie macht man das? Wie räumt man die Wohnung sinnvollerweise auf, wenn viel zu tun ist?

Man sollte es auf jeden Fall LANGSAM angehen. Es bringt gar nichts, wenn man sich selber unter Druck setzt damit es schnell erledigt ist. Heute ein bisschen, morgen ein bisschen, übermorgen ein bisschen, - usw.
Es hilft nichts, wenn man versucht, alles an einem Tag zu erledigen. Vielleicht fängt man an, aber nach einigen Minuten verliert man schon wieder die Lust und nichts passiert.

Doch wie geht man vor? Es bringt vermutlich mehr, wenn man sich vornimmt, hier und da erst mal den "Müll" zu entfernen. Dann sieht man zwar nach kurzer Zeit den ersten Erfolg, doch es gibt immer noch genug Stellen in der Wohnung, wo es unordentlich ist. Sicher mag es auch der beste erste Schritt sein. Erst mal mit einem Müllbeutel durch die Wohnung gehen und den offensichtlichen Müll entfernen.
Hat man gar nicht so viel Müll oder ist er erst mal weg, sollte man dazu übergehen, Dinge auszumisten. Das heißt, Papiere und Ähnliches genauer ansehen. Was noch gebraucht wird, abheften, was man nicht mehr braucht, dem Altpapier zuführen.

Dann sollte man sich besser einzelne Stellen in der Wohnung vornehmen. Die Arbeitsplatte der Küche? Den Küchentisch? Den Boden im Schlafzimmer? Was auch immer. Wenn man dann die einzelnen Stellen "bearbeitet", sind diese nachher schon mal aufgeräumt. Man sieht den Erfolg, wenn es Stellen gibt, die aufgeräumt sind. Sicher gibt es vielleicht noch andere Stellen. Aber wenn man den Erfolg sieht, dass einzelne Stellen bereits "vorzeigbar" sind, motiviert dies dazu, weiter  zu machen. Und das ist wichtig weil es sicher überhaupt zu dem Zustand gekommen ist, weil irgendwas im Leben nicht stimmt oder gestimmt hat über einen längeren Zeitraum.

Gerade wenn es einem seelich nicht gut geht, braucht man Erfolgserlebnisse. Und diese kann man herbeiführen indem man Dinge ändert, die einen schon lange belasten. Das Aufräumen der Wohnung ist eine Möglichkeit, die man selber "auf einfache Weise" herbeiführen kann.

Wenn die Wohnung eh schon aufgeräumt ist, sollte man sich z.B. den Keller oder die Garage vornehmen. Vielleicht ist dort etwas zu tun. Ansonsten nimmt man sich Aktenordner vor, wo man bisher über die Jahre Papiere abgeheftet hat. Dies waren sicher Dinge die auch in einen Ordner gehören. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, da braucht man das ein oder andere nicht mehr.